Tag Archives: Agile

Agiles Contracting: Vom Zwangs-Audit zu vertrauensvoller Zusammenarbeit – in nur vier Wochen (T4AT 2023)

Agiles Contracting

Ein Kunde heuert einen neuen Software-Provider für die Pflege und den Ausbau seines Systems an. Die neu eingerichtete Zusammenarbeit wird vertraglich abgesichert und startet mit viel Euphorie. Doch nach ein paar Monaten schleicht sich Unzufriedenheit ein. “Die neuen Entwickler verstehen nicht, was wir wollen!” – “Die können doch nicht erwarten, dass wir sofort die Codebasis aus dem Effeff kennen!” – “Das dauert alles viel zu lange, das wird doch unfassbar teuer!” – “Wir verstehen nicht recht, was von uns verlangt wird!” … Systematisch betrachtet, zeigt sich hier das sogenannte Customer-Vendor-Problem. In einer Session auf der zwölften Tools4AgileTeams-Konferenz haben Daniel Westermayr und Fabian Biebl analysiert, wo die systematischen Ursachen dieser Problematik zu finden sind und wie Kunden und Anbieter damit umgehen können.

Floating Teams – abseits des “Sieben-plus/minus-zwei”-Dogmas (T4AT 2023)

Vorschaubild Floating Teams Beitrag

Agile Teams funktionieren dann am besten, wenn sie klein (sieben plus/minus zwei Personen) und stabil sind. Außerdem sollen die Teams wertvolle Funktionalität “End-to-End” umsetzen und die Mitglieder exklusiv in ihrem Team arbeiten. Es gibt allerdings einige Kontexte, in denen diese drei Forderungen nicht gleichzeitig erfüllt sein können. Floating Teams adressieren diese Herausforderung. Sie basieren auf großen Teams (häufig um die 30 Personen), in denen sich kurzzeitig kleinere, temporäre Teams für einzelne Aufgaben bilden.

Militärische Mantras und moderne Führungsarbeit – eine ungewöhnliche Perspektive auf Leadership (T4AT 2023)

Beim Militär weltweit sind Mantras effektiv im Einsatz, und Führungskräfte können davon viel für das eigene tägliche Tun lernen. Zahlreiche militärische Mantras wie “First in, last out”, “No man left behind” und weitere haben in militärischen Extremsituationen maximale Effektivität gezeigt. Aber warum? Die Gründe, ein Vorgehen zum Einsatz und den Mehrwert von Mantras für Leadership im agilen Umfeld hat Tim Schneider in einem inspirierenden Vortrag bei der Tools4AgileTeams-Konferenz aufgezeigt.

Ermächtigung von Produktteams: Continuous Discovery für effektive Wertschöpfung (T4AT 2023)

Continuous Discovery

Viele Produktteams sind überlastet – und dennoch bleibt der Wert ihrer Arbeit manchmal hinter den Hoffnungen und Erwartungen der Stakeholder zurück. Woran liegt das? Mathias Böhmer, seines Zeichens Produkt-Coach und Business-Psychologe, führt die Problematik auf zwei Faktoren zurück: Einerseits besteht in vielen Teams eine ausgeprägte Fixierung auf Feature-Requests, andererseits herrscht ein Mangel an Autonomie – und diese Gemengelage führt in der Konsequenz dazu, dass die Produktteams zu Getriebenen ihrer eigenen Produkte werden! Doch es gibt einen Ausweg aus dem Dilemma: Continuous Discovery.

Wie viel Agilität brauchen ITSM-Praktiken – und wie werden sie toolseitig gelebt? (T4AT 2023)

Blogvorschau ITSM-Praktiken Agilität

Unsere technologische Welt unterliegt einem ständigen Wandel – und die Antwort auf sich schnell verändernde Anforderungen und Rahmenbedingungen ist Agilität. Doch ist Agile auch der richtige Ansatz für ein erfolgreiches IT-Service-Management, das ja standardisierte, weitgehend automatisierte Dienste in den Mittelpunkt stellt? Konkret: Wie agil sollten ITSM-Prozesse sein und wie lassen sie sich Tool-seitig umsetzen? Dem sind Philip Scherer und Katja Bilsing in einer Session auf der jüngsten Tools4AgileTeams-Konferenz nachgegangen. Hier ist die Aufzeichnung.

Die Beziehung zwischen Glück und Agilität (T4AT 2023)

Blogvorschaubild Agilität und Glück

Glück und Agilität sind eng miteinander verbunden; sie beeinflussen und verstärken sich wechselseitig – von diesem Zusammenhang ist der Agile-Praktiker Mir Hossein Farshi Tabrizi fest überzeugt. Und dabei stützt er sich nicht nur auf seinen Erfahrungsschatz, sondern auf wissenschaftliche Erkenntnisse: Positive Emotionen wie Freude, Befriedigung und Enthusiasmus steigern erwiesenermaßen die Flexibilität des Gehirns. In einer Session auf der zwölften Tools4AgileTeams-Konferenz hat Mir Hossein Farshi Tabrizi gezeigt, wie sich Scrum Master und Agile Coaches diese Zusammenhänge zunutze machen können, um ihre Teams zu fördern.

Opferreduktion in der Agile-Transformation (T4AT 2023)

Vorschaubild T4AT Opferreduktion in der Agile-Transformation

Das mittlere Management hat in der Agile-Transformation ein schweres Los zu tragen. Einerseits wird tendenziell erwartet, dass es die Notwendigkeiten der Veränderung selbstredend erkennt, schließlich handelt es sich ja um das Management! Andererseits ist die Gruppe selbst persönlich betroffen und bangt um ihre Zukunft. Die Leistungen der Vergangenheit scheinen nichts mehr wert zu sein, und wie sich der eigene Beitrag in der Zukunft gestaltet, ist offen. Um die mögliche Wahrnehmung auf die Spitze zu treiben: Das Opfer schaufelt sich selbst das Grab! Dabei muss das Transformationsteam jedoch nicht tatenlos zusehen. Denn wenn die betroffenen Personen genügend Zeit, Unterstützung oder auch nur Anleitung bekommen, ist es möglich, dass aus einer Blockadehaltung zunächst Akzeptanz wird – und dann Menschen, die die Veränderung aktiv mitgestalten und vorantreiben.

How to destroy happiness at work? – Ursachen von Unzufriedenheit und Ideen zum Gegensteuern (T4AT 2023)

Happiness at work

Seit zwei Jahren veranstaltet Stefan Mintert mit seinen Kollegen Workshops unter dem Titel “How to destroy happiness at work?” – manchmal als Inhouse-Workshops, manchmal als öffentliche Veranstaltungen. Darin werden einerseits Gründe gesammelt, die in Organisationen zu Unzufriedenheit führen. Andererseits geht es darum, im Workshop-Format gemeinsam Gegengifte zu erarbeiten: Was kann jede und jeder Einzelne tun, um die Situation zu verbessern? Bei einem Vortrag auf der Tools4AgileTeams-Konferenz 2023 hat Stefan die Erkenntnisse aus zwei Jahren “How to destroy happiness at work?” vorgestellt.

(Wie) Passen Agile und Produkt zusammen? (T4AT 2023)

Agile Produktentwicklung

Agile Transformationen werden häufig nicht aus dem Grund gestartet, das bestmögliche Produkt zu entwickeln. Die produktdefinierenden Abteilungen sehen sich in aller Regel weder als Teil des Problems noch als Teil der Lösung. Stattdessen fahren sie in gewohnter Weise fort und stehen nach wie vor als “Fachseite” der eigentlichen, produktentwickelnden Organisation gegenüber. Leider wird die Situation des Produkts und des Kunden so nicht verbessert. In einer Session auf der jüngsten Tools4AgileTeams-Konferenz haben sich Karen Steinkühler und Dr. Stefan Barth dieser Herausforderung angenommen.

Mythen oder echte Probleme? – Das SAFe-Framework und was an den Vorurteilen dran ist (T4AT 2023)

Blogvorschaubild SAFe Mythen oder echte Probleme Framework

Das Scaled Agile Framework, kurz SAFe®, ist das populärste Rahmenwerk zur Skalierung agiler Prozesse auf komplette (Groß-)Unternehmen. Die Entwickler der Methodik, die Scaled Agile Inc., geben an, dass mehr als 20.000 Enterprise-Organisationen SAFe adaptiert haben. Und doch sieht sich dieser Ansatz beharrlicher Kritik ausgesetzt. Die am häufigsten aufgeworfene Frage seitens der Skeptiker lautet: Wie agil ist das denn nun wirklich? Den Bedenken gegenüber SAFe® haben die erfahrenen Agile-Praktiker Holger Wiese und Thomas Heydemann auf der jüngsten Tools4AgileTeams-Konferenz eine Session gewidmet, um einige verbreitete Mythen und Vorurteile zu diskutieren, die sich um das Framework ranken. Hier ist die Aufzeichnung des Workshops.