Vier Missverständnisse rund um Atlassian Data Center

Darum ist der Betrieb von Atlassian Data Center einfacher als gedacht

7. Februar 2023
Im Gegensatz zu den Lösungen von Atlassian Cloud wird Atlassian Data Center nach wie vor in Eigenverantwortung gehostet, betrieben und verwaltet. Allerdings gibt es bei manchen Organisationen ein paar Missverständnisse und offene Fragen rund um Data Center, die nicht zuletzt in der Pandemiezeit drängend geworden sind: Wie unterstützt Data Center verteilte Teams und Hybridkonstellationen? Wie steht es um die Sicherheit? Schließen sich Data Center und moderne Cloud-Technologien aus? Vier dieser Unklarheiten wollen wir an dieser Stelle auflösen.
Atlassian Data Center Missverständnisse 2

Software as a Service ist der neue Standard

Noch vor zehn, fünfzehn Jahren funktionierte der Erwerb von Teamsoftware zumeist wie ein Autokauf: Wir legen beim Händler oder Hersteller eine Stange Geld auf den Verkaufstresen, nehmen den Wagen mit und können ihn bis zum Sankt-Nimmerleinstag nutzen; er gehört uns.

Dabei obliegen der Betrieb und das ganze Drumherum uns selbst. Wir müssen regelmäßig tanken, die erforderlichen Flüssigkeiten nachfüllen, den Reifendruck kontrollieren. Wir brauchen einen Stellplatz. Erforderliche Reparaturen fallen in unsere eigene Verantwortung. Und um die Sicherheit zu gewährleisten, unterziehen wir das Fahrzeug alle zwei Jahre einer TÜV-Untersuchung.

Das war das Vertriebsmodell der Produktreihe Atlassian Server, die 2024 endgültig eingestellt wird. Doch im Hinblick auf Software ist dieser Ansatz längst überholt. Für die meisten Organisationen ist Software as a Service (SaaS) der neue Status quo: Wir steigen in den Wagen und fahren los; um den ganzen (oft lästigen und kostspieligen, aber notwendigen) Rest kümmert sich der Hersteller. Atlassian trägt dieser Entwicklung mit modernen Cloud-Varianten von Jira & Co. Rechnung.

Data Center: die moderne Generation von Atlassian Server

Doch nicht für jede Organisation kommt es in Frage, für kritische Prozesse wie die Projekt- und Aufgabenverwaltung (Jira), die Dokumentation und das Wissensmanagement (Confluence) oder die Verwaltung der Code-Basis in der Softwareentwicklung (Bitbucket) Cloud-Software einzusetzen.

Die Gründe sind so breit gestreut wie individuell. In vielen Fällen gestatten interne Compliance-Vorschriften oder externe Regulierungen es nicht, Daten extern zu speichern. Die DSGVO und der Datenschutz sorgen im Zusammenhang mit der Cloud kontinuierlich für Unsicherheit. Manche Unternehmen wollen nicht zu viel administrative Kontrolle aus der Hand geben. Andere Organisationen möchten abwarten, bis ihre wichtigen Erweiterungs-Apps vollumfänglich auch für die Cloud verfügbar sind. Und nach wie vor bestehen Sicherheitsbedenken gegenüber der Cloud.

Kurz: Diesen Kunden ist es wichtig, ihre Atlassian-Systeme weiterhin selbst zu hosten und zu betreiben. Ihnen stellt Atlassian die Produktreihe Data Center zur Verfügung. Dabei handelt es sich quasi um das „Nachfolgemodell“ oder um die moderne Generation von Atlassian Server, die drei zentrale Wertversprechen gibt: Hochverfügbarkeit, instantane Skalierbarkeit und Performance bei der Skalierung.

Im Gegensatz zu den Cloud-Lösungen wird Atlassian Data Center nach wie vor in Eigenverantwortung gehostet, betrieben und verwaltet. Allerdings gibt es bei manchen Organisationen ein paar Missverständnisse und offene Fragen rund um Data Center, die nicht zuletzt in der Pandemiezeit drängend geworden sind: Wie unterstützt Data Center verteilte Teams und Hybridkonstellationen? Wie steht es um die Sicherheit? Schließen sich Data Center und moderne Cloud-Technologien aus? Vier dieser Unklarheiten wollen wir an dieser Stelle auflösen.

Atlassian Data Center Missverständnisse 2

 

#1: Data Center muss auf eigener Hardware aufgesetzt werden

Nein. Atlassian Data Center macht sich das Beste beider Welten zunutze, denn Admin-Teams werden in die Lage versetzt, die Vorteile einer modernen Cloud-Infrastruktur zu nutzen und die Umgebung trotzdem vollumfänglich zu kontrollieren. Atlassian unterstützt IaaS-Dienste wie AWS und Azure und ermöglicht es, Data Center in einer Cloud-Infrastruktur aufzusetzen und zu betreiben.

Eine solche Virtualisierung der Infrastruktur macht die Kapazitätserweiterung zur Sache weniger Klicks, spart Anschaffungs- und Wartungskosten und verleiht dem Team mehr Flexibilität bei der Skalierung. Apropos Skalierung …

#2: Die Skalierung mit Data Center ist sehr anspruchsvoll

Wenn es um Skalierung geht, müssen Admin-Teams evaluieren, inwiefern die Infrastruktur und die Applikationen die Größe des Unternehmens, seine langfristige Vision, die sich wandelnden Geschäftsanforderungen und die mit diesen Veränderungen verknüpften Kosten unterstützen. Jede Organisation hat andere Prozesse, Arbeitsabläufe und Bedürfnisse. Deshalb gibt es für die Skalierung keinen allgemeingültigen Ansatz.

Das Design von Atlassian Data Center erlaubt unterschiedlichste Herangehensweisen an Skalierungsfragen. Data Center bietet ausgereifte Features, die helfen, alle Aspekte der Skalierung vom Datenmanagement über Sicherheitsaspekte bis zum Schutz vor Ausfällen systematisch zu managen. Die eben genannte Deployment-Flexibilität gehört ebenso dazu wie der geclusterte Betrieb, der es gestattet, innerhalb kürzester Zeit zusätzliche Knoten aufzusetzen, um steigenden Bedarfen Rechnung zu tragen.

#3: Data Center braucht eine globale Infrastruktur

Wenn Data Center im Einsatz ist, hängt eine gute Performance nicht davon ab, wo die Teams des Unternehmens arbeiten. Die Notwendigkeit, eine weltweit verteilte IT-Infrastruktur zu unterhalten, die alle Unternehmensstandorte umfasst, ist ein Mythos.

Data Center erlaubt flexible Deployments, die die unikalen Anforderungen des Unternehmens abdecken, ohne die Performance zu opfern. Dazu trägt die Option eines Betriebs auf AWS oder Azure ebenso bei wie die Möglichkeit, an geographisch weit entfernten Standorten Spiegelserver oder ganze Spiegelfarmen aufzusetzen (verfügbar für Bitbucket und Bamboo). Und auch wer sich gegen ein Deployment in der Cloud entscheidet, profitiert von einer hochperformanten globalen Umgebung, ohne Server in jedem Office zu implementieren.

#4: Admin-Teams sind in Sachen Sicherheit auf sich allein gestellt

Data Center ist nicht die Cloud, in der sich der Hersteller um viele wichtige Absicherungen kümmert. Dementsprechend haben die Data-Center-Administratoren im Unternehmen eine höhere Verantwortung in puncto Security. Allerdings ist der Sicherheitsgedanke tief in das Design von Data Center eingewoben und bildet einen zentralen Baustein bei der Weiterentwicklung der Lösungen.

Data Center erlaubt selbstverwaltete Umgebungen und eröffnet dabei zusätzliche Sicherheitsvorteile, die über das hinausgehen, was die internen IT- und Security-Teams einer Organisation bieten können. Beim Betrieb in der Cloud profitieren Unternehmen von den Sicherheitsmechanismen und -komponenten, die Anbieter wie AWS in ihre Infrastrukturen eingezogen haben. Für Organisationen, die das System selbst betreiben wollen, bringt Data Center nativ ausgereifte Sicherheits-, Compliance- und Nutzermanagement-Features mit, um Nutzer, Daten und Prozesse zu schützen.

Data Center für moderne ITSM-Teams

Im modernen IT-Servicemanagement verstehen sich die administrativen Teams als Dienstleister der Anwender. Und mit Data Center haben sie die richtigen Werkzeuge an der Hand, um ihren Usern stets ein performantes, skalierbares und sicheres System zur Verfügung zu stellen und währenddessen genau das Maß an Kontrolle zu wahren, das sie benötigen.

Willst du dich tiefer in die Möglichkeiten von Data Center einarbeiten? Gerne unterhalten wir uns mit dir über die Anforderungen deiner Organisation und evaluieren, wie Atlassian sie unterstützt. Melde dich einfach bei uns!

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