Lean Portfolio Management beginnt da, wo deine Reise komfortabel wird.
Sitzplatzreservierung? Check.
Extra-Mahlzeit? Check.
Gepäck-Tracking direkt am Terminal? Auch Check.
Was auf den ersten Blick einfach wirkt, basiert auf komplexer Organisation und kluger Software – bereitgestellt von Amadeus. Genau dort arbeiten Annett Dawoud und Sebastian Hagn. Bei der T4AT24 zeigen sie, wie sich Lean Portfolio Management im Unternehmenskontext entwickelt. Schritt für Schritt vom Sitzen bis zum Fliegen.
Lean Portfolio Management – was heißt das überhaupt?
Lean Portfolio Management (= LPM) ist mehr als nur ein Framework. Es ist die Kunst, unternehmerische Strategien agil, effizient und wertorientiert umzusetzen, auch wenn die Ressourcen begrenzt sind und die Realität selten ideal ist. Annett bringt es auf den Punkt: LPM ist wie Fußballspielen. Als Trainer*in brauchst du eine klare Strategie, musst deine Mannschaft richtig aufstellen und flexibel auf Veränderungen reagieren. Das Ziel: gewinnen. Oder im agilen Kontext bedeutet das, echten Mehrwert zu liefern.
LPM im Reifegrad-Check: Vom Start zum System
Die Idee der Speaker: LPM lässt sich in Entwicklungsstufen denken – von den ersten krabbelnden Gehversuchen bis hin zum stabilen Flug. Diese Metapher ist nicht nur ein hübsches Bild, sondern basiert auf konkreten Erfahrungen: Bei Amadeus arbeiten über 8.000 Menschen in 83 Agile Release Trains und 18 Lean Portfolios. Um hier den Überblick zu behalten, braucht es ein System. Statt schwerfälliger SAFe-Assessments setzt das Team auf ein praxisnahes Reifegradmodell – und lädt zur Selbstreflexion ein: Wo stehen wir? Und was fehlt uns zum nächsten Schritt?
Lernen aus der Praxis: Das Beispiel „Cytirck“
Sebastian Hagn gewährt Einblicke in den konkreten Alltag seines Teams: Aus dem Bereich rund um die Geschäftsreiseplattform „Cytirck“. Anfangs funktionierte das Portfolio-Management vor allem über eine riesige Excel-Tabelle und klassische Hierarchien. Wer am lautesten rief, bekam Gehör. Eine strategische Steuerung war hier eher Fehlanzeige.
Erst mit der Einführung von SAFe kam der Wandel – inklusive Portfolio-Syncs, Backlog-Strukturen, Epic Owner*innen und ersten Planungszyklen. Heute arbeitet das Team mit Value Streams, Lean Budgeting, klaren Priorisierungen und einem deutlich höheren Maß an Transparenz. Aber: Der Weg ist– wie so oft –das Ziel. MVPs, Messbarkeit und End-to-End-Verantwortung sind noch ausbaufähig. Auch das Tooling – etwa mit Jira – bringt Herausforderungen mit sich.
Fliegen heißt: Flow, Fokus, Fakten
Was bedeutet „fliegen“ im Kontext von LPM? Für Sebastian ist es kein schneller Hype, sondern ein stabiler, transparenter Fluss. Es ist ein System, das zuverlässig funktioniert, gute Entscheidungen ermöglicht und nicht mehr vom Bauchgefühl abhängt. Ein System, bei dem Epic Owner echte Verantwortung übernehmen, Informationen vernetzt fließen und der Fokus klar ist.
Auch auf strategischer Ebene zeigt sich: Selbst in einem Konzernumfeld mit 18 Portfolios braucht es Koordination. Deshalb wurde bei Amadeus das „BILAT“-Format eingeführt – ein bilateraler Austausch, in dem Business Owner*innen abteilungsübergreifend Prioritäten synchronisieren. Ein Schritt in Richtung übergreifendem Alignment.
Fazit: Gutes LPM braucht festen Boden – dann kann’s wirklich losgehen
Der Vortrag endet nicht mit einem fertigen System, sondern mit einer ehrlichen Einladung zur Weiterentwicklung. Denn Lean Portfolio Management ist kein Schalter, den man einfach umlegt. Es ist ein Reifeprozess. Und wer wie Annett und Sebastian gelernt hat, auf dem Boden solide zu laufen, der hat beste Chancen, auch wirklich abzuheben, nämlich stabil, tragfähig und mit echtem Kurs.
Du willst wissen, wie weit du mit deinem LPM schon bist? Dann schnapp dir die Metapher vom Fliegen – und frag dich: Sitzt du noch? Oder bist du schon in der Luft?
Der vollständige Vortrag „Vom Sitzen bis zum Fliegen – die Evolution des Lean Portfolio Managements“ ist jetzt auf unserem YouTube-Kanal verfügbar. Schau rein, wenn du wissen willst, wie man aus Excel-Portfolios echte Strategiemaschinen macht – und warum „Fliegen“ nicht immer Tempo, sondern manchmal Stabilität bedeutet.
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