JIRA-Workflows: Aufgaben in systematische und transparente Abläufe überführen

Wenn Qualitätssicherungsmaßnahmen und sowohl interne als auch mitunter Kundenprojekte nicht optimal und damit nicht effizient ablaufen, ist der Grund hierfür häufig der Mangel an etablierten und verbindlichen Workflows im Aufgabenmanagement.

Grundlegende Argumente für JIRA, das mächtige, etablierte und ausgereifte Bug- und Issue-Tracking-System von Atlassian Software, sind hier bereits thematisiert worden. Dieser Artikel geht nunmehr auf die Anwendung in der Unternehmenspraxis ein und zeigt anhand prototypischer Workflows, wie mit JIRA alle Arten von Aufgaben in systematische und transparente Abläufe überführt werden können.

Gerne stellt Ihnen //SEIBERT/MEDIA als offizieller Atlassian-Partner kostenlos und unverbindlich eine JIRA-Testinstallation zur Verfügung, damit Sie die folgenden Workflows und die vielfältigen Funktionen von JIRA kennenlernen können.

Minimaler Workflow

Minimaler Workflow

Anwendungsfälle:

  • kleine Projekte ohne Release-Planung
  • interne Organisation
  • Wartung und Pflege
  • Bugfixing

Features:

  • optionale Beschätzung
  • Bearbeiter muss zugewiesen werden
  • keine Qualitätssicherung
  • keine interne Freigabe
  • keine Kundenfreigabe

Workflow mit Qualitätssicherung

Workflow mit QS

Anwendungsfälle:

  • kleine Projekte ohne Release-Planung
  • Wartung und Pflege
  • Bugfixing

Features:

  • optionale Beschätzung
  • Bearbeiter muss zugewiesen werden
  • Qualitätssicherung
  • keine interne Freigabe
  • keine Kundenfreigabe

Workflow mit Qualitätssicherung und Aufwandsschätzung

Workflow mit Aufwandsschätzung und QS

Anwendungsfälle:

  • kleine Projekte ohne Release-Planung
  • interne Aufgabenverteilung
  • Wartung und Pflege
  • Bugfixing

Features:

  • Beschätzung ist Pflicht
  • Bearbeiter muss im Schritt "Vorgang zuweisen" zugewiesen werden
  • Qualitätssicherung
  • keine interne Freigabe
  • keine Kundenfreigabe

Workflow mit Qualitätssicherung, Aufwandsschätzung und Freigabe

Workflow mit QS

Anwendungsfälle:

  • Projekte mit Release-Planung
  • interne Projekte mit Budgetkontrolle

Features:

  • Beschätzung ist Pflicht
  • Bearbeiter muss zugewiesen werden
  • Qualitätssicherung
  • interne Freigabe
  • keine Kundenfreigabe

Workflow mit doppelter Qualitätssicherung, Aufwandsschätzung und Freigabe

Workflow mit doppelter QS

Anwendungsfälle:

  • Projekte mit Release-Planung
  • interne Projekte mit Budgetkontrolle
  • Änderungsmanagement in Festpreisprojekten

Ablauf:

  1. Änderungsantrag wird über Oberfläche eingegeben oder per E-Mail eingereicht.
  2. Der Vorgang wird analysiert und beschätzt. 1 Sie geben den Vorgang als Auftraggeber frei.
  3. Wir weisen den Vorgang einem Bearbeiter zu und erledigen ihn.
  4. Die Ergebnisse werden von unserem QS-Verantwortlichen getestet und bestätigt.
  5. Sie nehmen die erfolgreiche Änderung ab.
  6. Der Vorgang ist abgeschlossen und wird abgerechnet.

Mithilfe dieser Workflows lassen sich mit JIRA interne und externe Aufgaben von der Behebung von Bugs bis hin zu komplexen Arbeiten in Kundenprojekten in standardisierte Abläufe überführen. Die Aufgabenverwaltung mit JIRA stellt dabei nicht nur Transparenz und Statussichtbarkeit sicher, sie trägt auch maßgeblich dazu bei, interne und Kundenprojekte effizient zu koordinieren und qualitativ abgesicherte Ergebnisse zu generieren.

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5 thoughts on “JIRA-Workflows: Aufgaben in systematische und transparente Abläufe überführen”

  1. Hallo,

    das sieht schon spannend aus. Je länger ich mich mit Wikis befasse umso öfters stolpere ich über Confluence (hier z.B.) – und öfters auch Jira im Bunde. Da hätte ich zwei Fragen im Moment:

    Sind die Darstellungen hier im Post per Hand gemacht oder von Jira nach der Prozessdefinition automatisch erstellt?

    Und grundsätzlicher: Ich las mehrere Male, dass Jira vor allem für den Bereich der Softwareentwicklung gedacht ist. Stimmt das? Oder wofür lässt es sich noch einsetzen / welche Branchen?

    Danke im Voraus, Michael

  2. Hallo Michael,

    danke für Deine Fragen, die ich gerne nacheinander beantworten möchte:

    1. Jira und Confluence – Beide Systeme werden von Atlassian hergestellt. Es gibt ein paar vorgefertigte Möglichkeiten, um Jira-Einträge in Confluence anzuzeigen. Eine richtige Integration gibt es in der Form allerdings für mich ersichtlich nicht. Wir nutzen derzeit intern sowohl Confluence und als auch das Open-Source-Wiki Foswiki und können in Foswiki die gleichen Funktionalitäten wie in Confluence abbilden. Das heißt nicht, dass Confluence kein cooles Wiki wäre. Aber man gut und gerne auch Foswiki und Jira nutzen. 🙂

    2. Prozessdarstellungen – die oben abgebildeten Abläufe sind händisch mit dem JHotDraw-Plugin (http://foswiki.org/Extensions/JHotDrawPlugin) in Foswiki erstellt. Sowas kann Jira leider nicht selbst erstellen. Auch die Konfiguration ist leider etwas gewöhnungsbedürftig. Die meisten Kunden richten die Workflows gemeinsam mit uns ein. Einige beißen sich dann später selbst durch. 🙂

    3. Ja, Jira ist definitiv für den Software-Bereich gemacht. Der Slogan, den der Hersteller für das System propagiert, lautet auch “Bug and issue tracker”. Trotzdem eignet sich Jira sehr gut auch für Management- und nicht-technische Bereiche. Wir setzen es erfolgreich in der Verwaltung und im Consulting ein. Das ist sehr empfehlenswert und ein großes Potenzial des Systems. Ich würde sagen, dass jeder, der agiles Projektmanagement durchführen möchte oder einfach nur sicherstellen will, dass wirklich nichts verloren geht, kann mit Jira als Aufgaben-Management-System einiges “reißen”.

    Ich hoffe, geholfen zu haben.

    Ciao
    Martin Seibert

  3. Hallo //S/M Team,

    welche Möglichkeiten gibt es für mich als Kunden von JIRA zu profitieren ohne im JIRA Frontend arbeiten zu müssen? Bei der Vielzahl an Systemen die ohnehin schon im Einsatz sind, möchte ich jedes weitere gerne vermeiden…
    Danke
    Jens

  4. Besser spät als nie eine Antwort auf die Frage von Jens Niemann: Nein, eigentlich kommt man um das Jira-Frontend nicht herum. Es ist und bleibt ein zusätzliches System, das zwar Schnittstellen bietet, aber seine Oberfläche auch braucht.

    Ich würde in Frage stellen, ob die reine Anzahl an Systemen wirklich problematisch ist. Meist sind es die komplexen Vorgänge darin, die neue Systeme schwierig machen. Ein riesengroßes komplexer SAP-Customizing-Apparat kann für die Nutzer auch eine sehr große Herausforderung darstellen.

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